Taifun Haiyan über Boracay

Der Taifun war hier auf Boracay weniger dramatisch als das was in den Medien aus anderen Regionen bisher berichtet wurde. Es mag in anderen Regionen und von den Menschen die nicht an einem sicheren Ort verbracht haben anders empfunden worden sein. Der Sturm kündigte sich die Nacht vorher schon durch ungewöhnlich hohes Wasser an, die Leute in den Strandbars haben gezecht und gefeiert als würde es kein Morgen geben. Habe gehört das viele auch noch versucht haben die Insel zu verlassen, aber der Schiffsverkehr wurde bereits Donnerstag eingestellt. Die Hotels, Geschäfte und Restaurants versuchten sich auf das was kommt vorzubereiten. Es war in meinen Augen wenig vielversprechend, da fast ausschließlich Bambus, Folie, Pappe und Sperrholz verwendet wurde. Jedoch was Maß ich mir an das zu beurteilen, die Menschen hier haben wesentlich mehr Erfahrung im Umgang mit Taifunen. Da die Anlage in der ich wohnte im landestypischen Bambusstil erbaut wurde entschloss ich mich die Dauer des Taifuns in einem großen Hotel zu verbringen. Niemand wirkte nervös oder stark beunruhigt und so beobachteten viele am Strand wie sich der Sturm am Freitag langsam näherte. Alle Boote die sonst vor Anker lagen waren schon lange in Sicherheit gebracht, so wirkte der Blick am Strand entlang doch ungewohnt, da die sonst für Boracay bekannten Segelboote mit ihren blauen Segeln fehlten. Wind und Wellengang nahmen am Freitagnachmittag stetig zu und es begann zu regnen. Die Strandverkäufer tauschten an diesem Tag die Sonnenbrillen gegen Regenponchos und machten ein gutes Geschäft. Mir ging es wie vielen anderen die am Strand das Geschehen beobachten. Wie lange konnte und sollte man sich hier noch aufhalten? Es gab sogar einen der das Geschehen nochmal vom Wasser aus fotografieren wollte und kurzerhand in die doch schon recht starke Brandung ging und immer weiter raus ging. So viel Leichtsinn verärgerte dann auch die sonst so entspannten Filippinos und man holte ihn schnell aus dem Wasser. Er verstand die Aufregung natürlich nicht, aber auch Familien mit kleinen Kindern die nochmal einen schönen Schnappschuss machen wollten der den Papa mit dem Sohn im Arm vor den hohen Wellen zeigen sollte. Als dann die Böen doch plötzlich recht stark wurden hatten sie Mühe sich in Sicherheit zu bringen. Ich zog es vor ins Hotel zu gehen und von dort alles zu beobachten. Ich saß überwiegend in der Lobby und man konnte von dort durch die Glasfronten auf die andere Straßenseite schauen. Man sah wie sich die Palmen und Bäume, wie aus Gummi, im Wind verbogen. Als der starke Regen einsetzte machte er die unglaublichen Windgeschwindigkeiten erst sichtbar. Auf einer Baustelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite beobachteten Bauarbeiter, teilweise ungescütz und ohne Helm auf dem Dach stehend, das Geschehen. Es flogen Äste, Platten und Wellblechstücke umher und der Strommast mit seinen Gewirr aus Kabeln schlug mehrmals Funken. Der Himmel war zwar verdunkelt, aber auch nicht aussergewöhnlich. Es gab kein dunkles Zentrum oder ähnliches zu sehen, wie man es immer auf den Satelitenbildern sieht. Der Wind erzeugte zwar eine erhebliche Geräuschkulisse und drückte auch einige Türen im Hotel auf, aber zu ernsthaften Beschädigungen kam es nicht. So war es dann spätestens um 19h beendet und ich machte mit Taschenlampe ausgestattet den Weg entlang am Strand. Es lagen viele Palmenwedel auf dem Weg und auch einige zum Schutz angebrachte Platten lagen herum, aber man konnte schon jetzt sagen das es hier noch verhältnismäßig glimpflich abgelaufen ist. Auch meine Hotelanlage aus Bambus steht noch komplett. Einige Zimmer, so auch meins hatte einen Wassereinbruch und alles wirkte ein wenig ungeordnet und auch der schöne Garten wirkte ein wenig gerupft, jedoch alles halb so schlimm. So kam mir der Besitzer auch erleichtert entgegen, er Besitz noch eine zweite Anlage in der ist wohl ein Haus zusammengefallen. Verletzt wurde niemand. Heute morgen bin ich mit Rad über die Insel gefahren und bin erstaunt wie wenig beschädigt wurde. Es wird überall aufgeräumt und Dächer geflickt und auch an meiner Kitestation wurde das Dach beschädigt. So sitze ich hier schon wieder am White Beach und trinke Kaffee. Fast alle Geschäfte haben schon wieder geöffnet, die Leute liegen am Strand auf ihren Liegen trinken Cocktails und auch die Strandverkäufer verkaufen wieder Sonnenbrillen. War irgendetwas? Schon komisch, aber thats Life!!!

Möchte noch kurz ergänzen das ich diesen Taifun mit all seinen dramatischen und für viele Menschen so schrecklichen Folgen keinesfalls herunterspielen will. Es ist eine ganz subjektive kurze Beschreibung der Ereignisse wie ich sie erlebt habe.

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Song Kul

Der Son-Kul See, ist der zweitgrößte See in Kirgisistan und liegt auf einem Gebirgsplateau im Inneren Tian-Shan auf 3.013 Meter Seehöhe. Die Umgebung ist flach, nicht bewaldet und ähnelt einer Savanne. Nachts hat man das Gefühl, dass die riesigen Sterne zum Greifen nah sind. Hier kann man innerhalb eines Tages alle Jahreszeiten erleben. Dem Edelweiß begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Die Route geht durch die Gebirgssavanne bis zu den Bergen, die den See umgeben. Sie sind zwar 4.500 Meter hoch, da aber der See bereits auf 3.013 Meter liegt, scheinen relativ flach. Die Seeufer sind seit Urzeiten von den Nomaden als Sommerwiesen beliebt, obwohl die Vegetationszeit auf der Höhe ziemlich kurz ist.

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Thorsten auf den Philippinen

(Anmerkung Administrator)

Da sich Thorsten lange nicht gemeldet hat, hier ein kurzes News Update. Nachdem der Pamir Pass, das große Ziel dieser Fahrradtour bewältigt war zog es Thorsten in wärmere Gefilde. Seit einigen Tagen ist er nun auf den Philippinen. In den letzten Wochen war die Internet Verbindung sehr lückenhaft so das er keine Neuigkeiten einstellen konnte.